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"Re: Tux, Amiga und ST" von Stefan Lang
(11.8.2005, 21:53)

(Dieser Artikel wurde 2934 mal aufgerufen)

Bezugsnachricht: Re: Tux, Amiga und ST (Sascha Hoogen)
Antworten: Re: Tux, Amiga und ST (Sascha Hoogen)

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Sascha Hoogen schrieb am 10.8.2005, 16:05:

> Das Dumme daran ist, dass diese speziellen
> Probleme meist auch sehr spezielle Lösungen haben, die sich meist
> nicht die Bohne auf andere übertragen lassen. ;)

Sagen wir einfach, ich übe mich mit diesen "sinnlosen" Dingen in Techniken der Problemlösung.


> Woody mit normaler IDE-Platte installieren, Kernel aktualisieren und
> benötigte Pakete installieren, Installation auf SATA umkopieren und
> z.B. aus hdaX sdaX machen. Bei Bedarf noch einen Bootmanager
> draufkloppen, fertig. :)

Auch eine Methode - letztlich gleich zeitaufwändig wie ein Kernelmodul auf einer zweiten Maschine zu bauen.


> Also redlicher Linuxer sollte man um Hardware, für die es nur
> proprietäre vorkompilierte Treiber vom Hersteller gibt, sowieso eher
> einen Bogen machen.

Das geht, wenn ich mir privat eine Maschine anschaffe. Wenn mir ein Kunde die Hardware vorgibt, ist es ein bisschen schwierig.


> Amiga OS 1.x war auch auf die Schnelle zusammengekloppt (und entsprechend
> fehlerbehaftet), hat aber trotzdem schon gerulet. :)

Aus dem Bauch heraus gesprochen: TOS vermittelt ein MS-DOS- oder CP/M-Feeling (wen wundert´s?), AmigaOS ein Unix-Feeling mit leichten MacOS-Einschlägen. Das ist es, was mich am Anfang positiv überrascht hat.


> > und in der Praxis weniger leistungsfähig als der ST.
>
> Es gibt eigentlich nur zwei Gebiete, wo der ST dem Amiga überlegen
> war.

Naja, die Ur-Version des A1000 mit 256 KB RAM und nur einer Floppy war nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Eine meiner ersten Erkenntnisse über Amigas war, das sie mit nur einem Floppy-Laufwerk praktisch nicht einsetzbar sind. Und Laufwerke und RAM bekam man damals ja auch nicht gerade geschenkt.


> wenn der Amiga mit einem externen MIDI-Interface
> nicht weniger geleistet hätte, wenn die Software entsprechend gekommen
> wäre.

Ich glaube, ich habe den Spruch vom Eier-mit-Speck-Problem hier schon mal fallen lassen: "Wenn wir Speck hätten, könnten wir Eier mit Speck machen, wenn wir Eier hätten." ;-)
Der ST hat mir (wie vielen anderen) noch lange, nachdem ich einen PC hatte, als MIDI-Sequencer gute Dienste geleistet. Auf dem PC (mit Soundblaster-MIDI-Interface) gab´s einfach keine annähernd gleichwertige Software.


> Der zweite Punkt ist der lustige SM124, mit dem man fast augenkrebsfrei
> DTP machen konnte.

Stimmt, das war damals auch noch ein schlagendes Argument gegen die "Flimmerkiste" Amiga.


> Der war allerdings auch ein Nachteil, weil man für
> die lustigen Dinge des Lebens eben noch einen Farbmonitor brauchte.

Anfangs gab´s für die Ataris ja nur den SM124. Der SC1224 oder Maschinen mit HF-Modulator ließen eine ganze Zeit auf sich warten. Dementsprechend war das Angebot an monochromen "lustigen" Dingen zu Beginn der ST-Zeit gar nicht mal so schlecht.


> Ach was, keinen Emulator, stricke einfach einen Debian-Kernel für
> den C64, so dass der 6502/6510 endlich zu den offiziell unterstützten
> Architekturen gehört. :)

Debian-/Standard-Kernel könnte schwierig werden, aber ucLinux vielleicht? Das braucht nämlich keine MMU ...
Dafür musst Du dann aber x.org und den XFCE (oder zumindest den twm) auf 65xx portieren :->


Gruß
Stefan


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