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"Re: Tux, Amiga und ST" von Sascha Hoogen
(11.8.2005, 23:32)

(Dieser Artikel wurde 2904 mal aufgerufen)

Bezugsnachricht: Re: Tux, Amiga und ST (Stefan Lang)
Antworten: Re: Tux, Amiga und ST (Stefan Lang)

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Stefan Lang schrieb am 11.8.2005, 21:53:

> > Woody mit normaler IDE-Platte installieren, Kernel aktualisieren und
> > benötigte Pakete installieren, Installation auf SATA umkopieren und
> > z.B. aus hdaX sdaX machen. Bei Bedarf noch einen Bootmanager
> > draufkloppen, fertig. :)
>
> Auch eine Methode - letztlich gleich zeitaufwändig wie ein
> Kernelmodul auf einer zweiten Maschine zu bauen.

Kaum, denn du brauchst allein schon dafür länger, den zweiten Rechner
auf- und wieder abzubauen. :) Außerdem hat diese Methode den Vorteil,
dass man nichts weiter beachten muss, da es halt derselbe Rechner ist
und man sich nur um die feinen Unterschiede IDE <-> SATA kümmern muss.

> > Also redlicher Linuxer sollte man um Hardware, für die es nur
> > proprietäre vorkompilierte Treiber vom Hersteller gibt, sowieso
> > eher einen Bogen machen.
>
> Das geht, wenn ich mir privat eine Maschine anschaffe. Wenn mir ein
> Kunde die Hardware vorgibt, ist es ein bisschen schwierig.

Sehe ich genau andersrum. Wenn ich mir privat was kaufe, dann ist
es nicht ganz so kritisch, ob auf Anhieb alles so läuft wie erwartet.
Zur Not bastele ich dann so lange, bis es eben klappt (womit wir
wieder bei mehr oder weniger sinnvoller Freizeitbeschäftigung wären ;)).

Für professionellen Einsatz würde mir sowas nie in den Sinn kommen,
da würde ich immer auf das zurückgreifen, von dem ich ganz genau
weiß, dass es wie erwartet ohne großen Aufwand funktioniert. Und wenn
ein Kunde unvernünftig in dieser Beziehung ist, solltest Du ihm eben
verdeutlichen, dass er ein Depp ist und besser den Anweisungen folgen
sollte. ;)

> Aus dem Bauch heraus gesprochen: TOS vermittelt ein MS-DOS- oder
> CP/M-Feeling (wen wundert´s?), AmigaOS ein Unix-Feeling mit leichten
> MacOS-Einschlägen. Das ist es, was mich am Anfang positiv überrascht
> hat.

Ich war eigentlich immer dankbar, dass Amiga OS eben kein Un*x-Feeling
vermittelt... ;) Ich mag zwar Linux, aber die Organisation der
Verzeichnisse ist nach wie vor grausig. Beim Amiga OS ist alles schön
sauber sortiert, die Dateinamen sind i.d.R. aussagekräftig und selbst
Anfänger können sich mit geringem Lernaufwand da reinschaffen. Bei
Un*x braucht man deutlich länger, um überhaupt erst einigermaßen zu
durchschauen, was wo abgelegt ist. Und wenn man meint, man wüsste es
langsam, sieht man eine andere Distribution, die ihre Dateien natürlich
auch wieder ganz woanders speichert... ;)

> Naja, die Ur-Version des A1000 mit 256 KB RAM und nur einer Floppy
> war nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei.

Das war eben typisch Commodore, ursprünglich sollte die Ausstattung
sogar noch miserabler aussehen. Macht aber nix, da jemand, der mal
eben um die 6000 Märker für den Rechner ausgeben konnte, wohl auch
noch die paar Hunderter für eine Speichererweiterung und ein ext.
Laufwerk übrig gehabt haben dürfte. ;)

> Eine meiner ersten Erkenntnisse über Amigas war, das sie mit nur
> einem Floppy-Laufwerk praktisch nicht einsetzbar sind. Und Laufwerke
> und RAM bekam man damals ja auch nicht gerade geschenkt.

Nein, dafür wollte Commodore tatsächlich ganz gut Geld sehen. :)

> Der ST hat mir (wie vielen anderen) noch lange, nachdem ich einen PC
> hatte, als MIDI-Sequencer gute Dienste geleistet. Auf dem PC (mit
> Soundblaster-MIDI-Interface) gab´s einfach keine annähernd
> gleichwertige Software.

Eben drum, keine Hardwarefrage, sondern allein Software, nichts anderes
habe ich behauptet. Es war halt schlau von Atari, dem Rechner gleich
eine MIDI-Schnittstelle zu spendieren, wogegen Commodore lieber so viel
wie möglich eingespart hat, was dem Rechner dann eben nicht besonders
guttat...

> Stimmt, das war damals auch noch ein schlagendes Argument gegen die
> "Flimmerkiste" Amiga.

Och, dieses Flimmern hat dem Amiga immerhin seine Nische im Videomarkt
beschert. :) Aber es war nicht schlau von Commodore, die größeren
Amigas nicht gleich mit einem Flickerfixer wie beim A3000 oder einer
anderen höherfrequenten Lösung auszustatten, da hast Du recht.

> Dementsprechend war das Angebot an monochromen "lustigen" Dingen zu
> Beginn der ST-Zeit gar nicht mal so schlecht.

Tut mir leid, lustige Dinge machen in Farbe einfach mehr Spaß, auch
wenn man dabei Augenkrebs bekommt. ;)

> Dafür musst Du dann aber x.org und den XFCE (oder zumindest den twm)
> auf 65xx portieren :->

Hab´ gerade leider keine Zeit. ;)


Tschö,
Sascha


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