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"Re: Tux, Amiga und ST" von Ullrich von Bassewitz 2.10.2005, 15:33

Sascha Hoogen schrieb am 10.8.2005, 16:05:
> Ach was, keinen Emulator, stricke einfach einen Debian-Kernel für
> den C64, so dass der 6502/6510 endlich zu den offiziell unterstützten
> Architekturen gehört. :)

Ein 6502 Kernel ist längst in Arbeit. Hier sind die Beweisphotos:

http://www.von-bassewitz.de/[...]/3016-1.jpg
http://www.von-bassewitz.de/[...]/3016-2.jpg
http://www.von-bassewitz.de/[...]/3016-3.jpg
http://www.von-bassewitz.de/[...]/3016-4.jpg
http://www.von-bassewitz.de/[...]/3016-5.jpg
http://www.von-bassewitz.de/[...]/3016-6.jpg

(Knapp 300KB pro Bild).

Gruss


    Uz




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"Apple II Disk Images (was: Tux, Amiga und ST)" von Stefan Lang 16.8.2005, 17:18

> Ja, das ist sehr angenehm und gefällt mir auch an ProDOS schon sehr
> gut.

Wo wir gerade beim Apple II sind: welche Möglichkeiten gibt´s denn, Apple Disk Images auf Disk zu bekommen?

Ich hab´ Linux- und Windows-PCs zur Verfügung; der Apple II hat eine Super Serial Card und ich weiß, was ein Nullmodem-Kabel ist.
1,2 MB 5,25"-PC-Laufwerk ist ebenfalls noch da; irgendwie kann ich wahrscheinlich auch das externe 360 KB-Laufwerk vom Euro-PC wieder zum Laufen bewegen.

Oder gibt´s für auch eine entsprechende Kabellösung wie für Atari und Commodore? Vermutlich nicht, da die Disk II sich ja nicht den Luxus einer eigenen CPU leistet, oder?


Gruß
Stefan

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"Re: Tux" von Stefan Lang 15.8.2005, 18:20

> Du könntest evtl. mal versuchen, den Installer weiterzuverwenden und eine andere 68k-Distri zu nehmen, falls sowas geht (bin da sehr unwissend...)

Installer und Distro hängen stark zusammen, von daher keine Chance damit. Mehr Chancen hätte da eher eine möglichst alte (sprich: leichtgewichtige) Debian-Version.

Andere Distributionen für m68k sind ja aus den weiter oben im Thread erwähnten Gründen praktisch nicht mehr verfügbar.

Wenn also noch jemand eine alte Distro rumfliegen hat ...


Gruß
Stefan

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"Re: Tux" von jens 14.8.2005, 16:11

Hallihallo.

> > Und die alten, nicht mehr aktualisierten laufen ja noch. :)
> Oder eben nicht (wie die Distro von Jens).

Ich habe ja damals versucht, die CD zu kopieren, und ich mußte feststellen, daß das wegen eines (Daten-) Fehlers nicht ging.
Wahrscheinlich würde sie ohne diesen Fehler laufen.

Du könntest evtl. mal versuchen, den Installer weiterzuverwenden und eine andere 68k-Distri zu nehmen, falls sowas geht (bin da sehr unwissend...)

Gruß, Jens

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"Re: Tux, Amiga und ST" von Sascha Hoogen 13.8.2005, 01:42

Stefan Lang schrieb am 13.8.2005, 01:16:

> Natürlich geben wir eine Liste mit bevorzugter und "zertifizierter"
> Hardware raus, aber wenn Du einen hartnäckigen Admin beim Kunden
> hast, der 30 Maschinen vom Typ X laufen hat, will der manchmal
> partout nicht plötzlich ein anderes Modell oder gar einen anderen
> Hersteller da stehen haben.

Kann er ja auch so halten, der Admin. Nur darf er dann halt auch nix
wollen, was mit Typ X nicht oder nicht problemlos läuft. Und falls
er das doch will, dann soll er halt selbst basteln, der Admin. :)

> Ich fühlte mich jedenfalls gleich ganz heimisch auf dem CLI.

Ist ja auch was Gutes. Und wenn Du dann noch so Sachen wie KingCon
oder VincED zusätzlich benutzt, wird das heimische Gefühl noch ein
bisschen stärker. :)

> Die Sache mit den langen Dateinamen meinte ich mit
> "Macintosh-Einschlag" ;-)

Du meinst in der Shell? Sowas hatte der Mac früher doch gar nicht?

> Wobei ich gerade einen Apple IIe akquiriert habe, dessen ProDos eine
> Datenträgerverwaltung hat, die vielleicht auch ein Vorbild für den
> Amiga war ("Legen Sie Volume xyz in irgendein Laufwerk, ich find´
> das dann schon").

Ja, das ist sehr angenehm und gefällt mir auch an ProDOS schon sehr
gut. Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber das dürfte bereits in TripOS
enthalten gewesen sein. Und wenn nicht, dann haben die Jungs bei Amiga
wenigstens was Vernünftiges geklaut. :)


Tschö,
Sascha

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"Re: Tux, Amiga und ST" von Stefan Lang 13.8.2005, 01:16

> Kaum, denn du brauchst allein schon dafür länger, den zweiten Rechner
> auf- und wieder abzubauen. :)

Ein System mit den diversesten Kerneln hab´ ich immer instant verfügbar. Es geht ja letztlich meist nur drum, einen lauffähigen Treiber zu finden und den gegen den richtigen Kernel zu compilieren.
Und das bleibt einem in keiner Variante erspart.


> Und wenn
> ein Kunde unvernünftig in dieser Beziehung ist, solltest Du ihm eben
> verdeutlichen, dass er ein Depp ist und besser den Anweisungen folgen
> sollte. ;)

So was geht halt in der Realität nicht immer, und sei es aus "politischen" Gründen. Natürlich geben wir eine Liste mit bevorzugter und "zertifizierter" Hardware raus, aber wenn Du einen hartnäckigen Admin beim Kunden hast, der 30 Maschinen vom Typ X laufen hat, will der manchmal partout nicht plötzlich ein anderes Modell oder gar einen anderen Hersteller da stehen haben.


> Ich war eigentlich immer dankbar, dass Amiga OS eben kein Un*x-Feeling
> vermittelt... ;)

Ich fühlte mich jedenfalls gleich ganz heimisch auf dem CLI.
Die Sache mit den langen Dateinamen meinte ich mit "Macintosh-Einschlag" ;-)

Wobei ich gerade einen Apple IIe akquiriert habe, dessen ProDos eine Datenträgerverwaltung hat, die vielleicht auch ein Vorbild für den Amiga war ("Legen Sie Volume xyz in irgendein Laufwerk, ich find´ das dann schon").


Gruß
Stefan

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"Re: Tux, Amiga und ST" von Sascha Hoogen 11.8.2005, 23:32

Stefan Lang schrieb am 11.8.2005, 21:53:

> > Woody mit normaler IDE-Platte installieren, Kernel aktualisieren und
> > benötigte Pakete installieren, Installation auf SATA umkopieren und
> > z.B. aus hdaX sdaX machen. Bei Bedarf noch einen Bootmanager
> > draufkloppen, fertig. :)
>
> Auch eine Methode - letztlich gleich zeitaufwändig wie ein
> Kernelmodul auf einer zweiten Maschine zu bauen.

Kaum, denn du brauchst allein schon dafür länger, den zweiten Rechner
auf- und wieder abzubauen. :) Außerdem hat diese Methode den Vorteil,
dass man nichts weiter beachten muss, da es halt derselbe Rechner ist
und man sich nur um die feinen Unterschiede IDE <-> SATA kümmern muss.

> > Also redlicher Linuxer sollte man um Hardware, für die es nur
> > proprietäre vorkompilierte Treiber vom Hersteller gibt, sowieso
> > eher einen Bogen machen.
>
> Das geht, wenn ich mir privat eine Maschine anschaffe. Wenn mir ein
> Kunde die Hardware vorgibt, ist es ein bisschen schwierig.

Sehe ich genau andersrum. Wenn ich mir privat was kaufe, dann ist
es nicht ganz so kritisch, ob auf Anhieb alles so läuft wie erwartet.
Zur Not bastele ich dann so lange, bis es eben klappt (womit wir
wieder bei mehr oder weniger sinnvoller Freizeitbeschäftigung wären ;)).

Für professionellen Einsatz würde mir sowas nie in den Sinn kommen,
da würde ich immer auf das zurückgreifen, von dem ich ganz genau
weiß, dass es wie erwartet ohne großen Aufwand funktioniert. Und wenn
ein Kunde unvernünftig in dieser Beziehung ist, solltest Du ihm eben
verdeutlichen, dass er ein Depp ist und besser den Anweisungen folgen
sollte. ;)

> Aus dem Bauch heraus gesprochen: TOS vermittelt ein MS-DOS- oder
> CP/M-Feeling (wen wundert´s?), AmigaOS ein Unix-Feeling mit leichten
> MacOS-Einschlägen. Das ist es, was mich am Anfang positiv überrascht
> hat.

Ich war eigentlich immer dankbar, dass Amiga OS eben kein Un*x-Feeling
vermittelt... ;) Ich mag zwar Linux, aber die Organisation der
Verzeichnisse ist nach wie vor grausig. Beim Amiga OS ist alles schön
sauber sortiert, die Dateinamen sind i.d.R. aussagekräftig und selbst
Anfänger können sich mit geringem Lernaufwand da reinschaffen. Bei
Un*x braucht man deutlich länger, um überhaupt erst einigermaßen zu
durchschauen, was wo abgelegt ist. Und wenn man meint, man wüsste es
langsam, sieht man eine andere Distribution, die ihre Dateien natürlich
auch wieder ganz woanders speichert... ;)

> Naja, die Ur-Version des A1000 mit 256 KB RAM und nur einer Floppy
> war nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei.

Das war eben typisch Commodore, ursprünglich sollte die Ausstattung
sogar noch miserabler aussehen. Macht aber nix, da jemand, der mal
eben um die 6000 Märker für den Rechner ausgeben konnte, wohl auch
noch die paar Hunderter für eine Speichererweiterung und ein ext.
Laufwerk übrig gehabt haben dürfte. ;)

> Eine meiner ersten Erkenntnisse über Amigas war, das sie mit nur
> einem Floppy-Laufwerk praktisch nicht einsetzbar sind. Und Laufwerke
> und RAM bekam man damals ja auch nicht gerade geschenkt.

Nein, dafür wollte Commodore tatsächlich ganz gut Geld sehen. :)

> Der ST hat mir (wie vielen anderen) noch lange, nachdem ich einen PC
> hatte, als MIDI-Sequencer gute Dienste geleistet. Auf dem PC (mit
> Soundblaster-MIDI-Interface) gab´s einfach keine annähernd
> gleichwertige Software.

Eben drum, keine Hardwarefrage, sondern allein Software, nichts anderes
habe ich behauptet. Es war halt schlau von Atari, dem Rechner gleich
eine MIDI-Schnittstelle zu spendieren, wogegen Commodore lieber so viel
wie möglich eingespart hat, was dem Rechner dann eben nicht besonders
guttat...

> Stimmt, das war damals auch noch ein schlagendes Argument gegen die
> "Flimmerkiste" Amiga.

Och, dieses Flimmern hat dem Amiga immerhin seine Nische im Videomarkt
beschert. :) Aber es war nicht schlau von Commodore, die größeren
Amigas nicht gleich mit einem Flickerfixer wie beim A3000 oder einer
anderen höherfrequenten Lösung auszustatten, da hast Du recht.

> Dementsprechend war das Angebot an monochromen "lustigen" Dingen zu
> Beginn der ST-Zeit gar nicht mal so schlecht.

Tut mir leid, lustige Dinge machen in Farbe einfach mehr Spaß, auch
wenn man dabei Augenkrebs bekommt. ;)

> Dafür musst Du dann aber x.org und den XFCE (oder zumindest den twm)
> auf 65xx portieren :->

Hab´ gerade leider keine Zeit. ;)


Tschö,
Sascha

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"Re: Tux, Amiga und ST" von Stefan Lang 11.8.2005, 21:53

Sascha Hoogen schrieb am 10.8.2005, 16:05:

> Das Dumme daran ist, dass diese speziellen
> Probleme meist auch sehr spezielle Lösungen haben, die sich meist
> nicht die Bohne auf andere übertragen lassen. ;)

Sagen wir einfach, ich übe mich mit diesen "sinnlosen" Dingen in Techniken der Problemlösung.


> Woody mit normaler IDE-Platte installieren, Kernel aktualisieren und
> benötigte Pakete installieren, Installation auf SATA umkopieren und
> z.B. aus hdaX sdaX machen. Bei Bedarf noch einen Bootmanager
> draufkloppen, fertig. :)

Auch eine Methode - letztlich gleich zeitaufwändig wie ein Kernelmodul auf einer zweiten Maschine zu bauen.


> Also redlicher Linuxer sollte man um Hardware, für die es nur
> proprietäre vorkompilierte Treiber vom Hersteller gibt, sowieso eher
> einen Bogen machen.

Das geht, wenn ich mir privat eine Maschine anschaffe. Wenn mir ein Kunde die Hardware vorgibt, ist es ein bisschen schwierig.


> Amiga OS 1.x war auch auf die Schnelle zusammengekloppt (und entsprechend
> fehlerbehaftet), hat aber trotzdem schon gerulet. :)

Aus dem Bauch heraus gesprochen: TOS vermittelt ein MS-DOS- oder CP/M-Feeling (wen wundert´s?), AmigaOS ein Unix-Feeling mit leichten MacOS-Einschlägen. Das ist es, was mich am Anfang positiv überrascht hat.


> > und in der Praxis weniger leistungsfähig als der ST.
>
> Es gibt eigentlich nur zwei Gebiete, wo der ST dem Amiga überlegen
> war.

Naja, die Ur-Version des A1000 mit 256 KB RAM und nur einer Floppy war nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Eine meiner ersten Erkenntnisse über Amigas war, das sie mit nur einem Floppy-Laufwerk praktisch nicht einsetzbar sind. Und Laufwerke und RAM bekam man damals ja auch nicht gerade geschenkt.


> wenn der Amiga mit einem externen MIDI-Interface
> nicht weniger geleistet hätte, wenn die Software entsprechend gekommen
> wäre.

Ich glaube, ich habe den Spruch vom Eier-mit-Speck-Problem hier schon mal fallen lassen: "Wenn wir Speck hätten, könnten wir Eier mit Speck machen, wenn wir Eier hätten." ;-)
Der ST hat mir (wie vielen anderen) noch lange, nachdem ich einen PC hatte, als MIDI-Sequencer gute Dienste geleistet. Auf dem PC (mit Soundblaster-MIDI-Interface) gab´s einfach keine annähernd gleichwertige Software.


> Der zweite Punkt ist der lustige SM124, mit dem man fast augenkrebsfrei
> DTP machen konnte.

Stimmt, das war damals auch noch ein schlagendes Argument gegen die "Flimmerkiste" Amiga.


> Der war allerdings auch ein Nachteil, weil man für
> die lustigen Dinge des Lebens eben noch einen Farbmonitor brauchte.

Anfangs gab´s für die Ataris ja nur den SM124. Der SC1224 oder Maschinen mit HF-Modulator ließen eine ganze Zeit auf sich warten. Dementsprechend war das Angebot an monochromen "lustigen" Dingen zu Beginn der ST-Zeit gar nicht mal so schlecht.


> Ach was, keinen Emulator, stricke einfach einen Debian-Kernel für
> den C64, so dass der 6502/6510 endlich zu den offiziell unterstützten
> Architekturen gehört. :)

Debian-/Standard-Kernel könnte schwierig werden, aber ucLinux vielleicht? Das braucht nämlich keine MMU ...
Dafür musst Du dann aber x.org und den XFCE (oder zumindest den twm) auf 65xx portieren :->


Gruß
Stefan

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"Re: Tux, Amiga und ST" von Sascha Hoogen 10.8.2005, 16:05

Stefan Lang schrieb am 10.8.2005, 15:25:

> Der konkrete Fall sicher nicht. Aber man lernt, wo man Hebel
> ansetzen kann. Und das ist auch in anders gelagerten Fällen
> hilfreich.

Na, ich weiß nicht. Gerade bei Linux hat man entweder Glück, dass
es gleich klappt, oder man muss sich sein spezielles Problem eben
auf eigene Faust lösen. Das Dumme daran ist, dass diese speziellen
Probleme meist auch sehr spezielle Lösungen haben, die sich meist
nicht die Bohne auf andere übertragen lassen. ;)

> > Alles nur eine Frage des Kernels -- das klappt auch mit Woody
> > problemlos, wenn man nur einen aktuellen 2.6.x verwendet.
>
> Was wiederum einiges an Handarbeit voraussetzt, denn ein Woody mit
> 2.6er Kernel gibt es meines Wissens nirgends als ISO-Image.

Woody mit normaler IDE-Platte installieren, Kernel aktualisieren und
benötigte Pakete installieren, Installation auf SATA umkopieren und
z.B. aus hdaX sdaX machen. Bei Bedarf noch einen Bootmanager
draufkloppen, fertig. :)

> Ohne SATA-Treiber des Herstellers geht da nix (übrigens auch nicht
> mit 2.6), und der ist natürlich nur für SUSE und RadHat fertig
> compiliert, d.h. man braucht ein zweites System zum Bauen des
> Kernelmoduls, die Treiberversion X läuft nur mit Kernelversion Y
> etc. pp.).

Also redlicher Linuxer sollte man um Hardware, für die es nur
proprietäre vorkompilierte Treiber vom Hersteller gibt, sowieso eher
einen Bogen machen. Das ist kein grundsätzliches, sondern ein sehr
herstellerspezifisches Problem.

Es gibt bestimmt auch irgendwo SATA-Controller, für die es überhaupt
keinen Treiber gibt -- die kann man dann einfach nicht nehmen.

> Es war halt wohl ziemlich schnell zusammengekloppt (genau wie die
> Hardware), nachdem Commodore damals Atari um die Rechte am Amiga
> gebracht hat ;-)

Amiga OS 1.x war auch auf die Schnelle zusammengekloppt (und entsprechend
fehlerbehaftet), hat aber trotzdem schon gerulet. :)

> Trotzdem war der Amiga damals (1985/86, d.h. A1000) für mich keine
> Alternative, denn er war zu teuer

Definitiv. Ich kann mich noch an einen Preis um die 6000 Märker
erinnern...

> und in der Praxis weniger leistungsfähig als der ST.

Es gibt eigentlich nur zwei Gebiete, wo der ST dem Amiga überlegen
war. Das eine war der Musikkram, weil Atari schlauer war als Commodore
und dem ST gleich eine MIDI-Schnittstelle spendiert hat. Das hat sich
wirklich ausgezahlt, auch wenn der Amiga mit einem externen MIDI-Interface
nicht weniger geleistet hätte, wenn die Software entsprechend gekommen
wäre.

Der zweite Punkt ist der lustige SM124, mit dem man fast augenkrebsfrei
DTP machen konnte. Der war allerdings auch ein Nachteil, weil man für
die lustigen Dinge des Lebens eben noch einen Farbmonitor brauchte.

> Und er kam zu spät auf den Markt.

Gar nicht, Tramiel war nur zu früh. ;)

> Sagte ich doch schon: "Weil er da ist" ;-)

Ach ja, Frau Clinton, ich vergaß. ;)

> Ich bin in der Tat am überlegen, ob ich mir das mal antue (bzw. die
> Möglichkeiten von Contiki mal auslote) oder lieber doch gleich einen
> Linux-Emulator für den C64 schreiben soll duck ...

Ach was, keinen Emulator, stricke einfach einen Debian-Kernel für
den C64, so dass der 6502/6510 endlich zu den offiziell unterstützten
Architekturen gehört. :)


Tschö,
Sascha

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"Re: Tux" von Stefan Lang 10.8.2005, 15:25

Sascha Hoogen schrieb am 10.8.2005, 00:47:

> Und die alten, nicht mehr aktualisierten laufen ja noch. :)

Oder eben nicht (wie die Distro von Jens).


> > Wie sagte Hillary auf die Frage, warum er auf den Mount Everest
> > wollte? "Weil er da ist!".
>
> Ach, Frau Clinton war auch schon da oben? ;)))

Örch!


> Nö, das nicht. Spaß reicht.

Gelle!


> Ich glaube kaum, dass dir z.B. ein Framebuffer für den Amiga-Chipsatz
> anderswo sonderlich weiterhilft...

Der konkrete Fall sicher nicht. Aber man lernt, wo man Hebel ansetzen kann. Und das ist auch in anders gelagerten Fällen hilfreich.


> Alles nur eine Frage des Kernels -- das klappt auch mit Woody
> problemlos, wenn man nur einen aktuellen 2.6.x verwendet.

Was wiederum einiges an Handarbeit voraussetzt, denn ein Woody mit 2.6er Kernel gibt es meines Wissens nirgends als ISO-Image.
Versuch mal z.B., ein natives Woody (oder auch die irgenwo als ISO downloadbare Spezial-Version mit dem 2.4.26er Kernel) auf einem ProLiant ML330 zum Laufen zu bekommen. Ohne SATA-Treiber des Herstellers geht da nix (übrigens auch nicht mit 2.6), und der ist natürlich nur für SUSE und RadHat fertig compiliert, d.h. man braucht ein zweites System zum Bauen des Kernelmoduls, die Treiberversion X läuft nur mit Kernelversion Y etc. pp.).


> Hättest du mich gefragt, hätte ich dir das auch früher schon
> erzählen können. :)

Ach was, alles nur Rechnerkriegs-Propaganda :-)))


> Ich bin zwar in Sachen ST/TT/usw. nicht wirklich bewandert, aber das,
> was ich von TOS kenne, hat mich immer schon an der Zurechnungsfähigkeit
> der Atarianer zweifeln lassen... ;))))

Es war halt wohl ziemlich schnell zusammengekloppt (genau wie die Hardware), nachdem Commodore damals Atari um die Rechte am Amiga gebracht hat ;-)
Trotzdem war der Amiga damals (1985/86, d.h. A1000) für mich keine Alternative, denn er war zu teuer und in der Praxis weniger leistungsfähig als der ST. Und er kam zu spät auf den Markt.


> Eben drum. Wenn Du das einem PPC nicht antun willst, warum dann einem
> armen, alten 68k-Rechner?

Sagte ich doch schon: "Weil er da ist" ;-)


> Eine Shell kann man auch über die serielle
> Schnittstelle indirekt am C64 haben. ;)

Ich bin in der Tat am überlegen, ob ich mir das mal antue (bzw. die Möglichkeiten von Contiki mal auslote) oder lieber doch gleich einen Linux-Emulator für den C64 schreiben soll duck ...


Gruß
Stefan

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"Re: Tux" von Sascha Hoogen 10.8.2005, 00:47

Stefan Lang schrieb am 9.8.2005, 23:44:

> Das Problem mit Linux-m68k ist, dass es praktisch keine
> Unterstützung mehr gibt. Die meisten Sites zu dem Thema wurden seit
> Jahren nicht mehr aktualisiert und viele Links zum Thema sind
> mittlerweile tot. Foren kann man ebenfalls praktisch vergessen.

Das könnte aber auch daran liegen, dass der 68k eben doch ein
klitzekleines bisschen zu wenig für die Anforderungen einer aktuellen
Distribution mit allem Tamtam ist.

Und die alten, nicht mehr aktualisierten laufen ja noch. :)

> Dass ein moderner Standard-Kernel eine typische m68k-Maschine vom
> Ende der 80er Jahre überfordert, ist in der Tat kaum verwunderlich.
> Aber man kann ja selbst compilieren ;-)

Ich denke eher nicht, dass der Kernel das Problem ist, auch kein
vorkompilierter Ich-enthalte-alles-wo-gibt-und-Module-sind-für-
Schwächlinge-Kernel. ;)

> Wie sagte Hillary auf die Frage, warum er auf den Mount Everest
> wollte? "Weil er da ist!".

Ach, Frau Clinton war auch schon da oben? ;)))

> Linux auf alter Hardware ist halt eine Kombination meiner beiden
> Hobbies ("Linux" und "alte Hardware").

Ist ja auch okay. Nur eben wenig sinnvoll. ;)

> Einen direkten Sinn muss es doch nicht unbedingt haben, oder?

Nö, das nicht. Spaß reicht.

> Außer vielleicht, dass man bei der Sache Übung bekommt, schwierige
> Hardware in Linux-Systeme zu integrieren. Und das kann bei der
> alltäglichen Arbeit helfen.

Ich glaube kaum, dass dir z.B. ein Framebuffer für den Amiga-Chipsatz
anderswo sonderlich weiterhilft...

> Wer schon mal versucht hat, Debian Woody auf moderne (x86) Maschinen
> mit SATA, Gigabit Ethernet und dergleichen zu bringen, kann ein Lied
> davon singen (Gottlob ist Sarge endlich final - aber jetzt wird´s
> wirklich zu 32-bittig).

Alles nur eine Frage des Kernels -- das klappt auch mit Woody
problemlos, wenn man nur einen aktuellen 2.6.x verwendet.

> Andererseits ist auch das Häkeln von senfgelben Topflappen nicht
> wirklich sinnvoll ;-> (vgl. http://www.zock.com/8-Bit/D_Info.HTML)

Ich muss gestehen, dass das nicht nur nicht wirklich sinnvoll, sondern
auch ein klein wenig gelogen ist. ;)

> Als ich vor knapp zwei Jahren meine ersten Amigas bekam (bin in der
> Beziehung Spätzünder), war ich tatsächlich erstaunt über die
> Möglichkeiten und Konzepte des OS.

Hättest du mich gefragt, hätte ich dir das auch früher schon
erzählen können. :)

> Auch als alter Atari-Jünger muss ich zugeben, dass da weitaus mehr
> dahinter steckt als hinter TOS.

Ich bin zwar in Sachen ST/TT/usw. nicht wirklich bewandert, aber das,
was ich von TOS kenne, hat mich immer schon an der Zurechnungsfähigkeit
der Atarianer zweifeln lassen... ;))))

> Andererseits ist es einfach ein erhebendes Gefühl, völlig
> transparent zwischen unterschiedlichster Hardware zu wechseln und
> immer die völlig gleiche Arbeitsumgebung vorzufinden.
> Zumindest, was die Shell angeht - meinem PowerMac 6100/66 wollte ich
> dann doch kein KDE oder Gnome antun ...

Eben drum. Wenn Du das einem PPC nicht antun willst, warum dann einem
armen, alten 68k-Rechner? Eine Shell kann man auch über die serielle
Schnittstelle indirekt am C64 haben. ;)


Tschö,
Sascha

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"Re: Tux" von Stefan Lang 9.8.2005, 23:44

Sascha Hoogen schrieb am 9.8.2005, 15:01:

> Theoretisch sollte es aber z.B. mit Debian genauso gut bzw. schlecht
> gehen wie beim Amiga, also vermutlich mit einem steinalten Kernel und
> mäßiger Unterstützung für Zusatzhardware.

Das Problem mit Linux-m68k ist, dass es praktisch keine Unterstützung mehr gibt. Die meisten Sites zu dem Thema wurden seit Jahren nicht mehr aktualisiert und viele Links zum Thema sind mittlerweile tot. Foren kann man ebenfalls praktisch vergessen.

Dass ein moderner Standard-Kernel eine typische m68k-Maschine vom Ende der 80er Jahre überfordert, ist in der Tat kaum verwunderlich. Aber man kann ja selbst compilieren ;-)



> Ich stelle mir aber nach wie vor die Sinnfrage, denn was würde Linux
> auf einem der beiden Rechner bringen, was sich nicht schneller, besser
> und billiger mit einem alten PC erreichen ließe?

Wie sagte Hillary auf die Frage, warum er auf den Mount Everest wollte? "Weil er da ist!".

Linux auf alter Hardware ist halt eine Kombination meiner beiden Hobbies ("Linux" und "alte Hardware").
Von der Leistungsfähigkeit her waren TT, Falcon und Amiga den seinerzeitigen Workstations fast ebenbürtig, und wenn man ein paar alten Workstations Linux beigebracht hat (natürlich unter Konservierung des jeweils ursprünglichen Betriebssystems), ist es nur ein kleiner Schritt, das auch auf Atari und Amiga zu versuchen.

Einen direkten Sinn muss es doch nicht unbedingt haben, oder? Außer vielleicht, dass man bei der Sache Übung bekommt, schwierige Hardware in Linux-Systeme zu integrieren. Und das kann bei der alltäglichen Arbeit helfen. Wer schon mal versucht hat, Debian Woody auf moderne (x86) Maschinen mit SATA, Gigabit Ethernet und dergleichen zu bringen, kann ein Lied davon singen (Gottlob ist Sarge endlich final - aber jetzt wird´s wirklich zu 32-bittig).

Andererseits ist auch das Häkeln von senfgelben Topflappen nicht wirklich sinnvoll ;-> (vgl. http://www.zock.com/8-Bit/D_Info.HTML )


> Abgesehen davon ist bei den 68k-Rechnern ja immer noch das ursprüngliche
> Betriebssystem das, was sie richtig interessant macht, oder?

Ja, auch das. Als ich vor knapp zwei Jahren meine ersten Amigas bekam (bin in der Beziehung Spätzünder), war ich tatsächlich erstaunt über die Möglichkeiten und Konzepte des OS. Auch als alter Atari-Jünger muss ich zugeben, dass da weitaus mehr dahinter steckt als hinter TOS.

Andererseits ist es einfach ein erhebendes Gefühl, völlig transparent zwischen unterschiedlichster Hardware zu wechseln und immer die völlig gleiche Arbeitsumgebung vorzufinden.
Zumindest, was die Shell angeht - meinem PowerMac 6100/66 wollte ich dann doch kein KDE oder Gnome antun ...


Gruß
Stefan

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"Re: Tux" von Sascha Hoogen 9.8.2005, 15:01

Stefan Lang schrieb am 8.8.2005, 20:31:

> Bisher also bei mir kein Linux auf Atari. Auf dem Amiga hab ich´s
> immer noch nicht versucht, mangels Zeit und adäquater Hardware.

Zum Atari kann ich nix sagen, davon habe ich überhaupt keinen Plan.
Theoretisch sollte es aber z.B. mit Debian genauso gut bzw. schlecht
gehen wie beim Amiga, also vermutlich mit einem steinalten Kernel und
mäßiger Unterstützung für Zusatzhardware.

Ich stelle mir aber nach wie vor die Sinnfrage, denn was würde Linux
auf einem der beiden Rechner bringen, was sich nicht schneller, besser
und billiger mit einem alten PC erreichen ließe?

Abgesehen davon ist bei den 68k-Rechnern ja immer noch das ursprüngliche
Betriebssystem das, was sie richtig interessant macht, oder? So sehr
ich Linux auch mag, auf einem Amiga ist das Amiga OS deutlich
schöner. :)


Tschö,
Sascha

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"Re: Tux" von jens 9.8.2005, 09:20

Hallihallo.

> Ich glaube, er meint meine Anfrage zu dem Thema von vor einem Jahr:
> http://www.zock.com/16-Bit/forum.cgi?a=view&p=0&n=1092486478

Ja - genau das meinte ich.
Schade eigentlich...

Gruß, Jens

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"Re: Tux" von Stefan Lang 8.8.2005, 20:31

Sascha Hoogen schrieb am 8.8.2005, 17:17:

> Was genau meinst Du? Für welchen 68k-Rechner

Ich glaube, er meint meine Anfrage zu dem Thema von vor einem Jahr:

http://www.zock.com/16-Bit/forum.cgi?a=view&p=0&n=1092486478

Jens hatte mir damals die Distribution zukommen lassen, an der er (auf Falcon und TT) gescheitert war. Ich muss zugeben, ich bin´s auch ...
Bisher also bei mir kein Linux auf Atari. Auf dem Amiga hab ich´s immer noch nicht versucht, mangels Zeit und adäquater Hardware.


Gruß
Stefan

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"Re: Tux" von Sascha Hoogen 8.8.2005, 17:17

jens schrieb am 7.8.2005, 20:05:

> Ist eigentlich etwas aus der Linux-Geschichte für 68k-Rechner
> geworden?

Was genau meinst Du? Für welchen 68k-Rechner?


Tschö,
Sascha

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"Tux" von jens 7.8.2005, 20:05

Hallihallo.
Ist eigentlich etwas aus der Linux-Geschichte für 68k-Rechner geworden?
Haben sich noch Leute gemeldet?
Ist irgendetwas in Arbeit?

Gruß, Jens

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