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64'er

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64'er Ausgabe 7/Juli 1985, Seiten 11-12

James Bond - Computerspiel und Film

Eine große Fabrik in Sunvalley, die Computerchips herstellt, soll in die Luft gesprengt werden. Agent 007 (Roger Moore) soll dies verhindern. Soweit die Rahmenhandlung des neuen James Bond-Filmes »A View to kill« (Im Angesicht des Todes). Der Film wird am 12. Juni in England anlaufen. Eine Woche vorher, am 5. Juni, erscheint ein Computerspiel der englischen Firma Domark zu diesem Film.

Das Spiel wird aus drei Teilen bestehen, die genau an die Filmhandlung angelegt sind. Der erste Teil spielt in Paris. Im Restaurant des Eiffelturms wird in James Bonds Gegenwart ein Informant erschossen Der Mörder flüchtet dann in einem Auto quer durch Paris. Hier setzt der erste Spielteil ein. Sie müssen als 007 den Wagen verfolgen. Auf dem Monitor sehen Sie den Stadtplan von Paris, auf dem die Position Ihres und des anderen Autos gekennzeichnet ist. Weiterhin wird in 3D-Grafik der Ausblick aus dem Wagen gezeigt. Die Verfolgungsjagd kann beginnen. Schaffen Sie diesen Teil nicht gleich auf Anhieb, langweilig wird das nächste Spiel bestimmt nicht Der Fluchtweg des Autos verändert sich mit jedem Spiel.

Haben Sie diese Hürde genommen, erhalten Sie ein Paßwort, das sich aus dem vorher eingegebenen Namen und der benötigten Zeit ergibt.

Mit diesem Code gelangen Sie in den nächsten Teil des Spiels. Mit diesem Teil gelangen Sie nach San Francisco Sie befinden sich in einem brennenden Hochhaus. Dieser Spielteil ist ein Arcade-Adventure. Sie müssen in fünf Stockwerken mit insgesamt 75 Räumen Hilfsmittel suchen, um aus dem brennenden Haus zu entkommen. Doch achten Sie darauf das Feuer frißt sich schnell weiter vor.

Auch hier bekommen Sie nach erfolgreicher Beendigung des Levels ein Paßwort Für den dritten Teil des Spieles.

Im dritten Abschnitt befinden Sie sich in einem Höhlensystem unter dem Sunvalley. Sie müssen eine Bombe finden, entschärfen und sie aus dem Höhlensystem entfernen. Ähnlich wie bei Impossible Mission müssen Sie vorher in verschiedenen Räumen Aufgaben lösen. Dieser Teil ist unter anderem ein Wettlauf gegen die Zeit. Entschärfen Sie die Bombe nicht rechtzeitig, ist Sunvalley verloren.

Am Ende des Spieles, so ist von Domark zu hören, befindet sich eine »secret animated sequence«. Genaueres erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.

Musik von Duran Duran

Die Titelmusik zum neuen James Bond-Film stammt von Duran Duran. Es gelang dem englischen Software-Produzenten, die Rechte an der Musik für ihr Spiel zu bekommen. Ob die Umsetzung auf den C 64 genauso gelungen ist wie bei Ghostbusters, bleibt abzuwarten. Auch dies erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.

Bei dem Spiel handelt es sich übrigens tatsächlich um eine Neuentwicklung, die sich auf den neuen Film bezieht. Sie sollte also nicht mit dem Spiel 007 von Parker Brothers verwechselt werden, das wohl als sehr verunglückt bezeichnet werden konnte und keinen Bezug auf einen James Bond-Film hatte.

Der Trend

Stars auf dem Bildschirm zu haben, war schon immer das Anliegen der Filmproduzenten. Doch auch die Softwareproduzenten wollen sich ein Stück des Erfolgskuchens abschneiden. Spätestens nach dem legendären Film-, Musik- und (natürlich) Softwareerfolg von »Ghostbusters« wollen alle auf der Erfolgswelle mitreiten. Nach dem Beginn der »Spiel zum Buch«Welle kommt Jetzt also auch die »Spiel zum Film«-Welle ins Rollen. Lizenzen werden nicht nur zu den Markennamen der Stars und zur Filmhandlung gekauft, sondern auch der Musik. Erst Ghostbusters, jetzt Duran Durans James Bond-Musik. Doch bei allem Trend: Warten wir lieber immer erst ab, ob das Spiel soviel Spaß bringt wie das Ansehen des Films. Der Name eines Stars macht noch lange kein gutes Spiel aus.

(rg)


Noch ein Floppy-Beschleuniger

Das System »Floppy-Flash 1541« von Mikrotronic soll das Laden und Speichern aller FileTypen auf dem Laufwerk 1541 nach Angaben des Herstellers bis zu 10mal schneller machen. Das System wird am ExpansionPort angeschlossen (der durchgeschleift ist) und bietet erweiterte DOS Befehle auf Funktionstasten, einen speziellen Reset und ein Centronics-Interface mit Hardcopy-Funktion. Die RS232-Schnittstelle soll verbessert worden sein. Außerdem sollen ein Schnellkopierer und eine Schreibschutzfunktion eingebaut sein.

Die Umrüstarbeiten sollen weniger als 5 Minuten in Anspruch nehmen. Zum Preis von 79 Mark ist eine Erweiterung erhältlich, die den Betrieb eines zweiten Laufwerks gestatten soll. Außerdem ist ein Ein-Minuten-Schnell kopierer für 39 Mark lieferbar.

Info: Dipl.-Ing. K. Roreger, Liebigstr. 28, 4780 Lippstadt, Tel. 02238/43556


VAM ruft alle mit Computern unterversorgten Schulen zur Mitarbeit auf

Viele Schulen im Bundesgebiet verfügen noch nicht über eine ausreichende Ausstattung an Computern, um ihren Schülern eine zeitgemäße Ausbildung an diesen Systemen zu gewährleisten. In einigen Bundesländern sind zwar bereits Aktionen auch von seiten der Kultusministerien in Angriff genommen worden, um dieser Unterversorgung abzuhelfen. Dennoch verbleibt die Initiative, die jeweilige Schule mit einer ausreichenden Anzahl an Computern zu versorgen, immer noch den Lehrern, Direktoren, engagierten Schülern oder Eltern vorbehalten.

Eines hat sich auf dem Technologie-Forum, das im März '85 von Commodore veranstaltet wurde, ganz deutlich gezeigt: Der Computer wird sicher die Kreidepädagogik ersetzen, doch die Rolle des Lehrers wird in absehbarer Zeit nicht in Frage gestellt sein. Deshalb sind gerade die Lehrer, welche einen »Notstand« an ihrer Schule erkannt haben, aber auch die, die bisher noch mit einer gewissen Skepsis und Reserviertheit dem »neuen Medium« Computer gegenüberstanden, aufgerufen, den Schülern (und sich selbst) zeitgerechte Lehr- und Lernmittel zur Verfügung zu stellen.

Die Idee des VAM (Verein zur beratenden Aufklärung über die Mikrocomputertechnologie e.V.), möglichst in alle Schulen eine ausreichende Anzahl von Computern zu bringen, beruht auf der sogenannten Mietpatenschaft. Dabei werden acht bis zehn spezielle Schulcomputer »Leibniz I« (momentan basierend auf dem C 64, der in Zukunft aber um einige Leistungsmerkmale wie Vernetzung oder Schnellladesysteme bereichert werden wird) zur Verfügung gestellt. Handwerksbetriebe. Banken, Versicherungen, mittelständische Unternehmen oder Kaufhausketten in der Umgebung der Schule übernehmen die (monatliche) Finanzierung eines oder mehrerer dieser Systeme.

Die Aktivierung dieser Unternehmen wird von den jeweiligen Initiatoren und dem VAM vorgenommen. Alle Beteiligten haben von dieser Mietpatenschaft Vorteile. Die Schulen kommen zu ihren Computern und können den Schülern zeitgemäßen Unterricht präsentieren (nicht nur in ureigenen Gebieten wie Informatik oder Mathematik, sondern auch als unterstützende Maßnahmen für eine moderne Aufbereitung der Lehrinhalte in anderen Fächern). Die Firmen der Umgebung können mit Schulabgängern rechnen, die hervorragende Kenntnisse in den neuen Formen der Datenver- und -bearbeitung und der Computertechnologie aufwarten können. Für eine erste Kontaktaufnahme steht der VAM bereit.

Info: VAM, Rheinallee 6, 5300 Bonn 2, Tel. 0228/363571


Neues Kopierprogramm

Die »Original Data Backup Box« ist ein 40Spur-Error-Kopierer von Mikrotronic für 139 Mark auf Modul, das 40 Spuren und Read Errors bei unterschiedlicher Synchronisation kopieren kann. Dieses Modul enthält DOS-Befehle, Directory-Anzeîge, 40-Track-Error-Backup in drei Minuten, ein Zwei-Minu ten-Fast-Backup für 36 Spuren und schnelles Filecopy für ungeschützte Files. Nach Angaben des Vertreiber richtet sich dieses Modul an alle Besitzer teurer Original Software, die Ihre Disketten im Dauereinsatz haben. Als »Original Read-Error Box« wird für 89 Mark eine Version angeboten, die sich nicht auf die Synchronisation der Spuren 37 bis 40 bezieht.

Info: Dipl. Ing. K. Roreger, Liebigstr. 28, 4780 Lippstadt, Tel. 02238/43556


Software für Friseure

Eine spezielle Branchenlösung für Friseure bietet der H.G.M. Alpenland-Vertrieb an. Das gesamte System, bestehend aus C 64, Datenspeicher, Bildschirm, Drucker, Kassendrucker und diversen Programmen wie Registrierkassen, Auswertung mit Leistungsstatistik für einen Salon und 50 Mitarbeiter, Lohn/ Grafik, Hauptprogramm mit ständiger Inventur für Verkauf und Kabinett, Initialisierung, Summierung und Kassenzettel kostet 4990 Mark. Die gesamte Anlage kann auch für eine monatliche Gebühr von 120 Mark gemietet werden.

Info: H.G.M. Alpenland-Vertrieb, G. Linder, Hauptstraße 43, 8222 Ruhpolding


Einbaumodem auch für den C 64

In Kürze soll es laut Bundespost auch für den C 64 das Einbaumodem geben. Der 'Termin der Einführung stand zum Redaktionsschluß noch nicht fest, wohl aber der Preis. Das Einbaumodem kostet pro Monat 20 Mark Miete. Der Anschluß erfolgt durch die Bundespost. Genauere Angaben in einer der nächsten Ausgaben. (rg)


Terminal 64 für Ascom-Akustikkoppler

Das Terminalprogramm »Terminal 64« wurde jetzt für den Ascorn-Akustikkoppler umgesetzt und ist ab sofort erhältlich. Testbericht siehe 64`er Ausgabe 2/85. (rg)

Bezugsquelle: Dynamics Marketing GmbH, Große Backerstr. 11, 2 Hamburg 1


Gerüchte um »Eureka«

Die Gerüchteküche in Deutschland kocht. Es geht hierbei um das Abenteuerspielpaket Eureka, auf dessen Lösung 25000 englische Pfund ausgesetzt sind. Gerüchte wie »Die englische Veranstalterfirma Domark ist in Konkurs gegangen« entsprechen nicht der Wahrheit. Zum Zeitpunkt dieser Meldung ist Eureka noch nicht gelöst. Der Preis ist also noch zu haben! Unter der Hotline-Nummer 0044 1879 1166 kann 24 Stunden lang der aktuelle Stand abgerufen werden. (rg)


53-KByteTerminalprogramm

Das Terminalprogramm »Terminal 86« gibt es auf EPROM und stellt 53 KByte Für die Datenaufnahme zur Verfügung. Eine ständige Helpseite ist integriert und jederzeit aufrufbar. Die Übertragungsrate ist wählbar zwischen 300, 600 und 1200 Zeichen pro Sekunde Ebenso kann man zwischen ASCII oder deutscher Tastatur wählen. Das Programm verfügt über einen eingebauten Editor, die Parametereinstellung (Parität. Voll- oder Halbduplex. etc.) erfolgt über Tastendruck und kostet 139 Mark.

Info: JJC, Crispinstr. 4, 4600 Dortmund 50


Neuer Reparaturschnellservice in München

Reparaturen innerhalb eines Tages garantiert SEP in München. Dabei sollen nicht nur Commodore Systeme berücksichtigt sein. SEP sieht sich speziell als Anlaufstelle für Schulen, die bisher Schwierigkeiten mit der Reparatur ihrer Schulcomputer hatten. Zudem will SEP als Anlaufstelle für Entwicklungen im Bereich Software und Hardware für Schulen verstanden sein. Neue Entwicklungen sollen dort auf ihre Tauglichkeit für den Schulunterricht untersucht werden.

Info: SEP, Hans-Pinsel-Str. 10b, 8013 Haar bei München, Tel. O89/4 60 53 40

© Originalartikel: WEKA Verlagsgesellschaft, 64'er
© HTML-Veröffentlichung: Projekt 64'er online
Erfassung des Artikels: Stefan Schäfer



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