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8-Bit-Forum

"Re: Demos als Qualitätssiegel?" von Sascha Hoogen
(27.6.2005, 20:16)

(Dieser Artikel wurde 2361 mal aufgerufen)

Bezugsnachricht: Re: Demos als Qualitätssiegel? (Torsten)

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Torsten schrieb am 27.6.2005, 19:26:

> Ich glaube allerdings nicht, dass fehlende CPU-Leistung der Grund
> ist, dass es bei einem Demo geblieben ist, immerhin hat gerade in
> diesem Bereich der Atari die besseren Karten... ;-)

Das wird zwar immer wieder behauptet, nur leider gibt es dadurch immer
noch nicht mehr gute (oder eher: bessere) Software für den Atari. :)

> Leider konnte ich mir VVV noch nicht ansehen, mal sehen, ob ich´s
> mal hinkriege.

Solltest Du unbedingt. Ich bin überhaupt kein Demo-Freak, aber das
ist wirklich was Besonderes.

> Zu den 320K kann ich nur sagen, dass die gesamte Demo sicher auch in
> 64K möglich gewesen wäre -

Hätte, könnte, wäre... :)

> aufgrund des Umfangs bzw. der Länge hätte man dann allerdings wohl
> häufiger nachladen müssen. Genau dies wollte der Programmierer wohl
> vermeiden.

Vermutlich. Warum eigentlich, bremst I/O den Rechner auf Null? ;)

> Generell kann die CPU der Atari 8-Bit-Rechner nämlich nur 64K
> adressieren, genauso wie das auch beim C64 der Fall ist.

Interessant. ;)

> > Stimmt alles und hat deshalb auch keinerlei Bedeutung. :)
>
> Hä? Tolle Aussage... *g

Hmm, ist wirklich etwas merkwürdig formuliert. Eigentlich wollte
ich Dir ja durchaus Recht geben, nur weil ein System weit verbreitet
ist, hat das nicht zwingend was mit dessen Qualität zu tun.

> Aber im Ernst: was erwartest du von von Spielen, die für einen
> speziellen Computer (dem C64) erstellt wurden und dann auf ein
> (nur!) wirtschaftlich schwächeres System umgesetzt werden?

Das ist die Ausrede für die eine Richtung. Du hast die Ausrede für
den umgekehrten Fall vergessen, dass das Atari-Original nicht so gut
sein kann wie die Konvertierung, weil die Programmierer ja besser
geworden sind und das Zielsystem mittlerweile besser beherrschen. ;)

> Damit die Produktionskosten der Umsetzung auch nur einigermassen im
> Rahmen bleiben, KANN man die Konvertierung eigentlich nur so einfach
> wie möglich machen.

Natürlich. Kann ja gar nicht anders sein. ;)

> Damit sich das Ergebnis dann noch sehen lassen kann, hätte der Atari
> wirklich von vornerein WESENTLICH leistungsfähiger sein müssen als
> der C64. Aber es ist halt ein Trugschluss, wenn man aufgrund dieser
> Umsetzungen behauptet, die HARDWARE der Ataris wäre schlechter als
> die der 64er...

Nehmen wir spaßeshalber mal an, die Atari-Hardware wäre gleich gut
oder sogar besser. Das gibt dem Anwender bestimmt ein unheimlich
überlegenes Gefühl, aber was hat er sonst davon? Im Endeffekt ist es
völlig wurscht, was die Hardware theoretisch zu leisten imstande wäre,
wenn diese Leistung nicht ausgenutzt wird (bzw. werden kann).

Ich bin davon überzeugt, dass sich die Atari-Specs immer nur
theoretisch gut machen, in der Praxis aber eben doch empfindliche
Nachteile haben. Klar kann der Atari 256 Farben, aber eben nicht
gleichzeitig, was Atarianer natürlich so nicht schreiben. ;) Wieviele
Farben bleiben Dir denn, wenn Du ein buntes, spielbares Spiel
schreiben willst? Was bleibt von der Auflösung übrig, wenn man die
Anzahl der Farben raufschraubt? Alles nur Mogelpackungen. :)

Fazit: Von theoretischen Fähigkeiten hat keiner was, die Software
muss was taugen. Also bleibt´s dabei, dass der C64 klar vorne liegt. :)


Tschö,
Sascha

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