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8-Bit-Forum

"Re: Clones" von Max
(21.8.2005, 02:29)

(Dieser Artikel wurde 2639 mal aufgerufen)

Bezugsnachricht: Re: Clones (Sothius)
Antworten: Re: Clones (Sothius)
Re: Clones (Telespielator)
Re: Clones (i2hhj)

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Hallo Sothius, Sascha, Doc...

> > Die haben Apple aber auch nicht vor Klonen geschützt.

Ich bin neulich über ein interessantes US-Urteil aus 1978 gestolpert, das Computerprogrammen in ROM-Bausteinen den Schutz des Urheberrechtes versagt hat...

> > Ich nehme mal an, dass Doc Zarkov richtig liegt, vermutlich eine reine Preis- und Aufwandsfrage.

Erstens waren Apples immer sehr teuer, zweitens hatten sie eine breite Basis in den Unis und Schulen, drittens hatten sie das unschlagbare Konzept der Erweiterungssteckplätze.

Einen CBM könnte man vielleicht in ein billigeres Gehäuse stecken, aber das Klientel war ein ganz anderes: Firmen, die sowieso weniger auf den Preis als auf die Marke, die Qualität und den Service achteten.

An der Hardware selbst ließ sich dagegen durch Clonen nicht wirklich etwas einsparen- noch nicht einmal durch Zusammenfassung von Bauteilen in einem Custom Chip, da war die CBM-Architektur irgendwie zu sperrig. Dafür hätte man dann auch noch ein geclontes Diskettenlaufwerk bauen müssen- damit wäre dann ein CBM-Clone viel teurer geworden als ein A2-Clone. Price without the power... ;o)

> Hmm, aber ein Apple ][ bestand doch (fast) nur aus Teilen, die man an jeder Ecke bekommen konnte;

Gilt für die PET und CBM auch, und es gab durchaus Rechner, die die gleichen Bauteile verwendeten. Nur waren die eben nicht kompatibel- warum auch? Siehe oben.

> die Commodore Spezialchips (VIC, SID, Firmware d.h. BASIC und Kernal etc.) dürfte aber wohl nur MOS gefertigt haben,

So ist es. Ein ROM kann man leicht nachbauen (haben die Apple-Clones ja auch...) aber an die MOS-Spezial-Chips der Heimcomputer war kein Drankommen. Obwohl, witzigerweise, der VIC des VC20 ursprünglich ein einzeln verkäuflicher Videochip sein sollte, den nur keiner wollte. Genau wie der Chipsatz des Interton VC4000 und auch die Intel-Bausteine die schließlich im IBM-PC verendet sind.

Bei den frei verkäuflichen Peripheriechips war aber eher eine Individualisierung der Computersysteme festzustellen, allenfalls mit CP/M gab es in der 8080/Z80-Ecke einen Trend zur Vereinheitlichung...

> Gut, die alten PETs hatten nicht viele Spezialteile, da könnten dann wieder die Patente gegriffen haben... Obwohl auch da wieder die Firmware...

Patente? Nö, ich glaub nicht daß auf der PET/CBM Architektur nennenswerte Patente lagen, die nicht auch ein Apple-Clone verletzt hätte. Der Prozessor hatte ein paar Patente, die Peripheriechips vielleicht auch. Aber die konntest Du auch einzeln kaufen, sogar von Zweitherstellern- MOS war ursprünglich nicht wirklich groß und hat den 6502 an Rockwell und Synertek lizensiert. Und der Videocontroller des PET stammte ursprünglich sogar von Motorola.

Die Porbleme mit der Firmware hatten wie gesagt die anderen Clone-Hersteller ja auch.



Aber halt! Einen Commodore-Rechner gab es doch, der geclont wurde...

...den allerersten, den KIM. Siehe Elektor-Junior-Computer, siehe eine ganze Reihe von 6502-Einplatinencomputern der ersten Jahre. Das waren allerdings keine 1:1-Nachbauten, es gab Abweichungen- dennoch waren sich die Maschinen ähnlich genug, daß man zum Beispiel das KIM-Basic mit geringem Aufwand auf dem Junior nutzen konnte.


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